perfect day

Kennst Du diese Tage, wenn Dir Dinge gelingen, die Du Dir lange erhofft hast? Und die dann wie eine Belohnung sind für all Deine Mühe. Auch für Dein Zweifeln und immer-wieder-an-Grenzen stoßen? Tage, in denen Kopf und Herz einander berühren. Auch dadurch, dass mit dem Kopf gelerntes in Dein Herz hineinsackt und sich hier in anderes Verstehen wandelt?

Wenn dieser Moment eintritt, dann ist das mein perfekter Tag. Was ist denn Dein perfekter Tag?
perfect-day ayurveda-balance ganga-ride ganga-ma ayurveda copyright by julia wunderlich

Im Fluss sein. Zentriert sein. Verbunden sein.

Ist es vielleicht der Tag, an dem Du morgens mit mehr Energie aufwachst und  ein neues Projekt beginnst. Vielleicht, etwas zu schaffen, was man sich lange vorgenommen hat, wovor man sich vielleicht gedrückt hat? Vielleicht ist ein perfekter Tag auch, am Abend mit Freunden ein wunderbares Essen zu kochen. Oder noch einfacher: ein Tag, an dem Du liebst, was du tust?

So viele Varianten eines perfekten Tages und doch sind es oft Kleinigkeiten, die uns aus dem Alltagsgewusel hinausziehen und wir denken: wow, das war es jetzt. Ich bin und auf einmal bin ich jetzt und bin ich anders. Ein Moment, der Deinen Tag anders macht, tiefer, besonders. Verbunden. Verstehst Du, was ich meine?

Mein perfekter Tag

Heute ist mein perfekter Tag. Nicht, weil ich mit mehr Elan aufgewacht bin, sondern weil mir heute eine Yogaübung gelungen ist, von der ich schon seit drei Jahren geträumt habe. Heute hat sich all das gelernte in einer Bewegung in mir vereint. Und ich habe den Boden berührt. Mit meinen Füßen und meinem Kopf zur gleichen Zeit – im Padottanasana.

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B.K.S. Iyengar im Prasarita Paddottanasana.

Als mein Kopf in diesem Asana das erste mal den Boden berührt, fühle ich eine große Wärme und Liebe und Dankbarkeit. In mir ist absolute Stille. Dreibeinig stehe ich sozusagen fest und doch leicht in meinem Asana und bin. Für diese Übung musste ich viel lernen. Über meine Hüften zum Beispiel und über den Ausgangspunkt der Streckung. Über meine verklebten Leisten, die nicht locker lassen wollen. Aber in meinem Ohr klang immer meine Lehrerin, die meine Füße korrigierte und dabei sagte: Du kommst weiter runter! Bis heute.

Knotengelös und Yoga

Yoga heisst auch: die Vereinigung. Die Methodik des Yoga ermöglicht uns, den Übenden, an den Punkt zu gelangen, in dem Körper und Bewußtsein miteinander verschmelzen. Der Geist ist dann kontrolliert, diszipliniert, befreit von Zeit. Der Körper ist in seiner Stellung absolut ausgerichtet, gedehnt. So schafft er Platz, innerlich, für Betrachtung des Selbst – zur Selbsterkenntnis hin.

Das Gefühl, wenn sich in Dir ein Knoten löst und Du an einen Punkt gelangst, den Du Dir hart erarbeitet hast, ist ähnlich dem Yoga. Es bringt Dich auf eine neue Stufe und lässt Dich gleichzeitig tiefer in Dich hineinwachsen.

Ein Geschenk auf vielen Ebenen also. Und wann war Dein letzter, perfekter Tag? Und warum?

♥ rt