Deine Ayurveda-Detox-Shopping-Liste

Alles, was Du zum Entschlacken und Entgiften brauchst – für einen energiereichen Start in den jetzt gleich wirklich beginnenden Frühling!

Nummer eins in jeder Detox-Kur ist grünes Gemüse.

Und zwar nicht roh oder in Form von Smoothie, sondern gekocht. Am besten in Form einer klaren Suppe.

Wieso gekocht? Wenn Du auf der Suche nach einer Raw-Kale-Kur bist, dann bist Du im Ayurveda leider falsch. Denn in der Ayurveda-Kur liegt der Fokus auf leicht, verdaulich und meist gekocht. Warum das so ist, ist ganz einfach. Rohes Gemüse braucht viel mehr an körperlichem Kraftakt, um aufgeschlüsselt und transformiert zu werden.

Gekochtes Gemüse, auch wenn es möglicherweise weniger Vitamine enthält, kann besser verdaut und verstoffwechselt werden. In einer Kur gilt: das Verdauungssystem nicht überlasten, damit Giftstoffe, Schlacken verdaut und ausgeschieden werden können. Damit es farblich nicht zu eintönig wird: Rote Beete und Karotten wirken erhitzend und reinigend. Darum eignen sie  sich auch wunderbar für Reinigungs-Suppen.

Also: viele Suppen mit vorwiegend grünem Gemüse. Grüner Spargel, Bohnen, Spinat, Mangold, Zuckererbsen… Schön warm, leicht herb und gerne scharf. Mit etwas Brennessel- oder Löwenzahnblättern als Topping.

Nummer zwei ist das Ingwerwasser.

Ingwer ist wunderbares Ayurveda-Remedy. Die Ingwerwurzel reinigt durch seine feurige zirkulative Kraft Kopf, Magen, Darm und Geist. Ingwer treibt mit feuchter Hitze Schleim und Schlacken aus dem Körper und löst unverdautes aus dem Verdauungstrakt heraus. Ingwer kommt am Besten in der Kombination mit Kurkuma und Honig.

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Zitrone, Ingwer, Pippali und Kurkumawurzel.

Kurkuma! Die Nummer drei.

Kurkuma hat eine stark reinigende Wirkung. Vor allem kurbelt sie Leber – und Nierenfunktion an und klärt das Blut. Kurkuma steckt in jeden indischen Curry, weil es antibakteriell und entzündungshemmend wirkt und das Immunsystem stärkt. Also Kurkuma überall, ins Frühstück, in dein zartes Lunch-Curry oder die Abend-Suppe hinein.

Nummer vier ist Schmiere, also Fett.

Genau, in einer Ayurveda-Kur wird viel hochqualitatives Fett genutzt. Fette sind ungeheuer wichtig für unseren Körper. Wenn wir einen starken Stoffwechsel haben, können wir Fette gut verarbeiten. Sie sind dann die Basis, sozusagen die Schmiere für unseren Körper und Geist. Und nein, hochqualitative Fette machen nicht dick. Wenn Du während der Reinigungstage auf Zucker und Zwischenmahlzeiten verzichten kannst, dann wirst Du dank der darmschmeichelnen Kraft des Fetts sogar abnehmen. Gute Fette sind vor allem Ghee und, wenn vegan, Sesamöl. In der Kur sollte kein Kokosfett verwendet werden, weil Kokosöl stark kühlt. Und wir brauchen ja Hitze, um anzuregen und auszuleiten.

Nummer fünf die Zitrone.

Zitronensaft am Schluß über Deine Suppe geträufelt und schon regt sie Deinen Verdauungsapparat an. Zitrone nährt das Blut, beruhigt den Magen und beseitigt Verstopfungen. Ihre Wirkung kannst Du bei einem Zitronenwasser am Morgen sehr gut beobachten.

Nummer sechs der Brennesseltee.

Brennessel fehlt in keinem der vielen verschiedenen Detox-Tees und das hat auch viele gute Gründe. Er ist das Frühlings-Tonikum, leitet Gifte aus und arbeitet mit seinem Eisen gleichzeitig an frischer Blutbildung. Ausserdem wirkt sich die Brennessel harmonisierend auf den weiblichen Zyklus aus. Am besten trinkst Du während der Kur morgens einen Brennesseltee. (Und den restlichen Tag über dann Ingwerwasser.) Brennesselsamen eignen sich auch wunderbar als Topping für Deine Detox-Suppen.

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Mungbohnensuppe, der Klassiker in der Ayurveda-Reinigung.

Und Nummer sieben ist die Mungbohne.

Die Mungbohne ist die Königin einer jeden Reinigungskur. Nach anfänglicher Skepsis habe ich sie wegen ihrer unglaublichen Wirkung sehr schnell in mein Herz geschlossen. Und nun liebe ich die Mungbohne. Egal, ob geschält und halbiert oder gleich ganz, dann über Nacht eingeweicht. Ich könnte sie an sieben Tagen die Woche essen, denn sie ist das wunderbarste, nährendste Kur-Essen überhaupt. Entgiftend, mit sättigenden Proteinen, aufbauenden Vitaminen. Stärkende Rundumversorgung. Ein Mung-Rezept findest Du weiter unten.

Eigendlich gibt es noch eine Nummer acht: den indischen Langpfeffer Pippali. Der gehört leider nicht auf eine allgemeingültige Detox-Liste ohne Anamnese. In geringen Dosen ist Pippali dennoch vollkommen in Ordung.

Welche Kräuter zusätzlich unterstützend, erhitzend und verdauungsfördernd wirken, findest Du auf dieser Seite.

Jetzt die Mungbohnen Detox-Suppe Nummer Eins. Wenn Dir das mit dem Mung zu komplziert erscheint, kannst Du auch geschälte und halbierte Mungbohnen nehmen.

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Reinigungs-Bowl mit viel grünem Gemüse und Mungbohnen.

Für 2 Portionen brauchst Du:

Für die Mungbohnen

6 EL Mungbohnen (Mungbohnne gibt es in geschält beim Inder zu kaufen. Ungeschälte Mungbohnen findest Du im Bioladen. Die Mungbohnen sollten mindestens 10 Stunden eingeweicht werden.)

1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen

1/2 TL Koriandersaat, gemahlen

1/3 TL Pfeffer, schwarz

1/3 TL Kurkuma

1 Stück Ingwer, geschält und gehackt

1 EL Ghee oder Sesamöl

Salz

 Für das Gemüse

1 EL Ghee

1 TL Senfsaat, braun

1 Zuccini

1 Mangold oder Spinat

1 Frühlingszwiebel

ein paar grüne Bohnen

Zitronensalz

Brennesselsaat

Zitronensaft

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Ganz wichtig ist, dass die Mungbohnen vorher eingeweicht werden, damit man sie nicht stundenlang kochen muss. Außerdem sind sie dann bekömmlicher. Ich weiche meinen Mung einfach am Abend vorher ein und lass ihn in der Küche stehen. Dann kann ich ihn am kommenden Mittag oder Abend benutzen und er braucht nur noch 20-25 Minuten, um gar zu werden. Der Mung ist gar, wenn Du die Bohne zwischen Deinen Fingern ganz leicht zerdrücken kannst. Wenn der Mung gar ist, salzen.

Den eingeweichten Mung gut abwaschen und in einen Topf geben. Die doppelte Menge Wasser dazu tun. Kreuzkümmel, Koriander, Pfeffer, Kurkuma, Ingwer und Ghee oder Sesamöl dazu geben. Achtung: noch nicht Salzen. Hülsenfrüchte weren erst nach dem Kochen gesalzen, weil sie sonst nicht gar werden! Jetzt können die Mungbohnen einfach vor sich hinköcheln. Ohne rühren. Nach ungefähr 25 Minuten sind sie gar.

In der Zwischenzeit kannst Du das Gemüse vorbereiten. Das Gemüse waschen und schneiden. Fett in einer beschichteten Pfanne erhitzen, Senfsaat springen lassen. Bohnen in das Fett geben, dann die Zuccini und die Frühlingszwiebel. Das Gemüse wenden und die Pfanne zwischenzeitlich abdecken. Dann den Mangold oder Spinat dazu geben. Das Gemüse garen lassen. Am Schluss mit Zitronensalz und etwas Zitronensaft abschmecken. Brennesselsaat darüber streuen. Fertig.

Dazu passt ein Basmatireis.

Mungbohnen in 2 Schüsseln verteilen, Gemüse dazu geben. Mit Zitronensaft und Salz abschmecken. Im Kühlschrank halten sich gekochte Mungbohnen ca 36 Stunden.

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Das perfekte Detox-Porridge gibt es nächste Woche!

Wieso eine Kur zum März hin angezeigt ist, kannst Du im vorletzten Blogpost lesen.

Mehr über Detox findest Du in den kommenden Wochen auf diesem Blog. Du kannst Dich auch für einen Detox-Kochkurs am 05- März anmelden. Kontakt

 

 

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