full moon porridge

Wie du die Vollmondzeit für dich nutzen und seine satten Energien in dein Leben integrieren kannst.

Der Mond, die Mondin, der Wanderer am Himmel…

Seit je her hat der Mond eine besondere Bedeutung auf unser Leben. Wir finden ihn als männliche, viel öfter noch als weibliche Kraft in alten Mythen, Märchen, Höhlenmalereien. Obwohl er uns so nah ist und obwohl wir wissen, welche Macht der Mond über das Wasser (und so auch über das Wasser in uns) hat, ist unser kostbares Wissen über ihn und über seine zyklischen Auswirkungen auf unser Leben und unser hormonelles System nahezu verloren gegangen.

Unser linear geprägtes Leben, in dem ständige Leistung und Verfügbarkeit (von Menschen und Produkten) den Alltag formen, ist wenig Platz für die subtilen, transformativen Energien des Mondes.

Doch, so wie der Mond im ständigen Wandel von wachsen und schwinden begriffen ist, so sind es auch wir. Unsere Hormone, unsere körperlichen und geistigen Energien, unsere Kreativität und Phantasien sind durch periodische Schwankungen bestimmt.

Indem wir den Mond mit seinen Prozessen in unser Leben zurückholen, ermöglichen wir uns ein wunderbares Geschenk: wir erkennen, dass wir zyklische Wesen sind.

So lernen wir, den Mond und unsere menstruellen Phasen zu unseren weisen Komplizen zu machen.

Unser Leben ist zyklisch. Alles Leben auf der Erde unterliegt der zyklischen Veränderung der Jahreszeiten und Mondzeiten.

Das uralte, und heute noch bewährte Heilsystem Ayurveda weiß dieses besondere Wissen zu integrieren und in seinen Empfehlungen zu Lebensführung und Ernährung zu transportieren.

Das besondere an der Ernährung in der Ayurveda ist, dass wir die Ernährung nicht nur an bestimmte Typen angleichen, sondern auch an die Jahreszeiten, welche durch die Sonnenenergie und die Stellung der Erde zur Sonne bestimmt werden.

Die Ayurveda ins Leben zu integrieren, bedeutet, sich den wandelnden natürlichen Rhythmen anzugleichen

Daher sieht unsere Ernährung im Sommer ganz anders aus, als im Winter.

Das klingt erstmal kompliziert, ist aber gar nicht so schwer. Im Grunde genommen bedeutet es, dass sich auf unserem Teller – im Idealfall – möglichst regionale und saisonale Speisen tummeln. Und wer hat schon Luft auf einen deftigen Linsen-Eintopf im Hochsommer? Genau.

Neben der Sonne hat auch der Mond Einfluss auf unsere körpereigenen Bedürfnisse. Während die Energie der Sonne für uns und unsere Umwelt ganz offensichtliche Auswirkungen hat, wirkt der Mond subtiler.

Die Ayurveda und die subtile Wirkung des Vollmonds

29,5 Tage dauert es von Vollmond zu Vollmond. Während dieser Zeit können wir nicht nur den – für unsere Augen – schwindenden Mond, seine Dunkelheit und Wiederkehr beobachten, in dieser Zeit vollzieht sich auch in uns ein magischer Prozess:

Wir wandern von Fülle und Energie (Vollmond) zu einer Zeit von Innenkehr, auch Zweifeln. Darauf folgt Innenschau (Neumond) und unser Wachstum aus der Dunkelheit hinaus, mit neuem Leben und neuer Energie in die Fülle hinein (Vollmond).

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Sinnliche Nahrung, wie Sesam, Aprikosen und Datteln, eignet sich besonders zu Vollmond.

In der Ayurveda werden dir zu dieser Zeit besonders nährende Speisen, wie Gewürzmilch, Pulao, Risotto, Polenta, Couscous- oder Quinoa-Salate, süße, rötliche Gemüsesorten, Gemüsecurries und sinnliche Desserts empfohlen. (Mehr Rezepte findest du hier.)

Wie du die Vollmondenenergie für dich nutzen kannst

Zu Vollmond sind unsere Energien unglaublich stark. Menschen, die zu Vollmond geboren werden, sollen über eine stärkere Resilienz verfügen – und Frauen, die zu Vollmond bluten, werden in vielen Gruppen als besonders mächtig angesehen.

Die Zeit um den Vollmond wird assoziiert mit Fülle, Sinnlichkeit, Lust und Leidenschaft. Viele Frauen sind genau jetzt fruchtbar. Und in der Ayurveda wird der Vollmond passender weise mit dem Kapha-Dosa gleichgesetzt, mit Stabilität, Feuchtigkeit, Substanz – und Fruchtbarkeit.

Vielleicht spürst du an Vollmond, dass du dich sinnlicher und attraktiver fühlst. Vielleicht spürst du deine versöhnliche, liebende, ja „mütterliche“ Seite jetzt ganz besonders. Du bist mehr in deiner Mitte, zufrieden, mit dem Bedürfnis nach Harmonie. Jetzt ist eine gute Zeit für Sex (es sei denn du blutest), für wohltuende Bäder und anregende Ölmassagen.

Auch Mondspaziergänge dienen dazu, sich stärker mit den Mondenergien zu verbinden und die Kraft des kühlen, klaren, klärenden Lichts auf unseren Geist wirken zu lassen.

Zu Vollmond gehen unsere Energien stark ins Außen. Es lohnt sich dennoch, innezuhalten und dich zu fragen, was du genau für dich erreichen möchtest.

Traue dich, deine Träume laut zu träumen.

Was sind deine Träume? Wie kannst du sie erreichen? Meditiere über deine Visionen und suche in dir nach der Unterstützung, die du brauchst, um deine Träume zu verwirklichen.

“A disease can only take hold in a woman when her shakti is depleted and her rhythms are out of sync with mother moon” (Sri Swamini Mayatitananda)

So, wie unsere Regelblutung uns monatlich reinigt, genauso kann der wandernde Mond auf spiritueller Ebene für Reinigung und – durch Loslassen bedingt – für Transformation sorgen. Beide, den menstruellen Zyklus, als auch die Mondphasen, in den Alltag zu integrieren, sorgt für eine Balance des menstruellen Zyklus und für eine Anbindung an tiefe Liebe und Kraft in dir.

Mehr über die Mondphasen und den Zusammenhang mit unserem weiblichen Zyklus, kannst du im neusten Interview nachlesen, welches die wunderbare Valerie auf ihrem Blog the Yoga Affair mit mir geführt hat.

→ Nun zum Rezept für dein Full-Moon-Porridge!

Du brauchst

für 1 Portion

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Full-moon-porridge.

2 Hände Reisflocken

250 ml Reismilch

1 TL Chiasamen

1 TL Pink Flash Pulver (Veganz)

1 Hand Blaubeeren

2 Kapseln Kardamom, zerstoßen

1 TL Kokosfett

Ahornsirup

Rosenwasser

geröstete Kürbiskerne und Mandeln

Und so geht’s

Kürbiskerne und Mandeln rösten.

Haferflocken mit Chiasaat und Reismilch kurz einweichen, dann mit dem Pink Flash Pulver und Kardamom für 5 Minuten köcheln lassen.

Blaubeeren mit Ahornsirup und etwas Wasser ca 5 Minuten köcheln lassen, bis eine dunkle, süße Masse entstanden ist.

Porridge und Blaubeeren in eine Schale geben. Kokosfett, Rosenwasser und geröstete Kerne darüber streuen. Fertig.

Happy Full Moon!

Deine Julia