Vitalpilze – alte Heilkräfte Wiederentdeckt

Welche Heilpilze passen zu mir und welchen Stellenwert haben sie in der Ayurveda? Mit Sunday Natural Rabatt Code

Seit der Krise sind sie in den Vordergrund gerrückt: Nahrungsmittelergänzungen aller Art. So auch Pilze, genauer gesagt Heilpilze. Als Pulver, Kapseln und Extrakte eingenommen, versprechen sie heilsame Wirkungen bei nahezu allen Erkrankungen. Dabei werden jedem Pilz eigene Stärken und Wirkweisen zugeschrieben.

Was als neuer Trend erscheint, entstammt in Wirklichkeit einer uralten Tradition. In der chinesischen, japanischen oder koreanischen Kultur werden Heilpilze bereits seit Jahrtausenden als fester Teil in der traditionellen Heilkunde angewendet, vor allem als Tonikum und Immunbooster, aber auch therapeutisch beziehungsweise therapiebegleitend bei chronischen Erkrankungen. Auch hierzulande wurde die Wirkung einiger heimischer Pilzarten bereits zu Zeiten der Klostermedizin und Hildegard von Bingen sehr geschätzt. Dieses Wissen ist über die Zeit nur in Vergessenheit geraten und erfährt jetzt einen neuen Aufschwung.

Pilze in der Ayurveda: nährstoffreich, doch schwer verdaulich

Was in vielen Ländern als Wundermittel erachtet wird, findet in der traditionell indischen Gesundheitslehre Ayurveda wenig Anerkennung, wenn nicht sogar Ablehnung. Hier gelten Pilze generell als „tamasisch“. Das heißt, ihnen werden Eigenschaften zugesprochen, die das System träge machen, den Geist abstumpfen lassen und die Entstehung von Krankheiten fördern.

Doch warum schreibt der Ayurveda sämtlichen Pilzen eine negative Wirkung zu – auch jenen, die eine hohe Nährstoffdichte aufweisen? Ein Grund dafür ist die relativ schwere Verdaulichkeit, ein Faktor, der in der ayurvedischen Betrachtungsweise eine besonders wichtige Rolle spielt. Die essbaren Pilzköper bestehen zu großen Teilen aus Chitin, jenem Material, aus dem auch Insektenpanzer zusammengesetzt sind. Kein Wunder also, dass Pilze ein starkes Verdauungsfeuer benötigen, um in ihre Einzelteile zerlegt zu werden. Wenn dieses fehlt, können Schlackenstoffe (Ama) und damit Krankheiten im Körper entstehen.

Den Sunday Natural Rabatt Code findest du weiter unten

Wesen aus dem Untergrund

Eine zweite mögliche Erklärung ist die Umgebung, in der Pilze wachsen. Als eigene Gattung – weder Pflanze noch Tier – leben sie größtenteils unter der Oberfläche. Dort lieben sie das dunkle, feuchte Milieu und bilden teils riesige unterirdische Geflechte. Als Destruenten sind sie direkt an natürlichen Zersetzung- und Verwesungsprozessen beteiligt und gedeihen wunderbar auf toten Lebewesen und Exkrementen. Außerdem befallen einige Pilzarten schwache Pflanzen, Tiere und Menschen und verwandeln einst frische Nahrung in ungenießbare Sporenteppiche…

Vom Zersetzen zum Schöpfen

Doch Pilze haben auch eine Lichtseite. Wie der Lotus aus dem Schlamm erblühen beim richtigen Klima plötzlich die kleinen Hütchen und Häubchen, Schwämme und Trompeten. Sie treten in feuchten Wiesen, auf dem Waldboden oder an Bäumen ans Licht. Pilzkörper enthalten oft eine hohe Nährstoffdichte, die sich andere Lebewesen zu Nutze machen können. Die destruktive Kraft der Pilze, mit der sie aus abgestorbenem Material wieder Vitalstoffe aufbauen und in sich binden können, ist also Teil des natürlichen Stoffkreislaufs und ist somit oft auch ein Segen für die Tierwelt – und den Menschen.

Die Mykotherapie, die medizinische Anwendung von Pilzen und Pilzextrakten, klassifiziert eine Reihe von Arten, die eine besonders positive Wirkung auf die menschliche Gesundheit haben. Jeder Pilz enthält dabei ein individuelles Wirkstoffprofil und ist somit in seiner Wirkweise einzigartig. Neben einer Reihe an Vitaminen und Mineralstoffen, die vorzüglich das Immunsystem stärken, weisen einige Pilze zusätzlich Polysaccharide, Triterpene und Polyphenole auf, die unter anderem auf das Hormonsystem einwirken und bei stressbedingten Krankheiten Linderung versprechen.

Können Pilze wirklich heilen?

Die Inhaltsstoffe der Heilpilze wirken unterschiedlich auf unser System, jedoch immer indirekt. Damit unterscheiden sie sich grundsätzlich von klassischen Medikamenten, die beispielsweise Schmerzrezeptoren blockieren, Hormone ersetzen oder Stoffwechselprozesse steuern. Die Pilzwirkstoffe können unser System nur „anschieben“, an schwachen Stellen stärken und Ungleichgewichte regulieren. Sie ähneln damit der Wirkweise von Kräutern, und weisen aufgrund ihrer einzigartigen Inhaltsstoffe auch wesentliche Unterschiede auf.

Es gibt eine Vielzahl an bekannten Heilpilzen, die teils seit Jahrhunderten Anwendung finden. Hier möchte ich euch eine kleine Auswahl präsentieren, wovon zwei schon sehr bekannt, die anderen eher unbekannt sind.

Cordiceps, Bildquelle @Sunday Natural

Besondere Heilpilze näher betrachtet

  • Cordyceps (Cordyceps sinensis)

Der Cordyceps stammt ursprünglich aus dem tibetischen Hochland und findet seit etwa 1.500 Jahren als Heilpilz Verwendung. In der traditionellen chinesischen Medizin wird er als Tonikum eingesetzt; er soll die Lebenskraft steigern und eine stärkende Wirkung auf das Immunsystem und die Lungen haben. Bekannt wurde der Cordyceps als natürliches Dopingmittel bei Sportler:innen, die durch regelmäßige Einnahme eines Pilzpräparats zu außerordentlichen Höchstleistungen fähig waren. Neben der körperlichen Leistungsfähigkeit, wirkt der Cordyceps außerdem regulierend auf das hormonelle System und somit auf die Psyche. Er wird als natürliches Antidepressivum eingesetzt und ist für seine potenz- und libidosteigernden Eigenschaften bekannt.

  • Hericium (Hericium erinaceaum)

Der Hericium wird aufgrund seines Aussehens auch Löwenmähne oder Igelstachelbart genannt und gilt als Delikatesse unter den Speisepilzen. Als Heilpilz ist er sowohl in Asien als auch unter nordamerikanischen Urvölkern seit Jahrhunderten für seine positiven Wirkungen bekannt. Er besitzt eine schleimhautaufbauende Eigenschaft und wird daher bei Beschwerden des Verdauungssystems eingesetzt wie zum Beispiel Gastritis, Sodbrennen, Magengeschwüren und Reizdarm. Der Hericium soll außerdem das Nervensystem stärken und bei psychischen Symptomen wie Angst, Unruhe, Schlaflosigkeit und Depression helfen. Durch seine nervenaufbauende Wirkung kann er bei Demenz dem Gedächtnisverlust entgegenwirken.

  • Chaga (Inonotus obliguus)

Chaga ist ein Pilz aus Nordeuropa, der vor allem in Birkenansammlungen selbst geerntet werden kann. In skandinavischen Ländern und in Russland hat Chaga den Ruf, harmonisierend auf den Magen-Darm-Trakt zu wirken und das Immunsystem zu stärken. Von seinem Wirt, den Birken wird er mit Betulinsäure angereichert. Diese soll sich besonders gut zur inneren und äußeren Wundheilung und Hautpflege eignen. Darüber hinaus soll Chaga den Blutzucker senken, eine heilsame Wirkung auf die Bauchspeicheldrüse haben und sich auch bei Reizdarm positiv auswirken.

  • Reishi (Ganoderma lucidum)

Der Reishi gilt als „Pilz der Unsterblichkeit“ und wird besonders in China für seine verjüngende und allgemein stärkende Wirkung geschätzt. Ihm werden ausgleichende Eigenschaften auf das Hormon- und Nervensystem sowie die Funktion diverser Organe zugesprochen. Sein Einsatzgebiet ist sehr weit gefächert und reicht von Atemwegserkrankungen, Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Gelenksentzündungen, Leber- und Nierenbeschwerden bis hin zu stressinduzierten Symptomen wie Ängsten, depressiven Verstimmungen und Schlafstörungen.

  • Shiitake (Lentinus edodes)

Der Shiitake ist einer der weitverbreitetsten Speisepilze und weist einen besonders hohen Vitalstoffgehalt auf. Er wird als Stärkungsmittel zur Abwehr von Infektionen eingesetzt sowie begleitend zu Krebstherapien. Außerdem wird dem Shiitake-Pilz eine positive Wirkung auf den Fettstoffwechsel und damit eine regulierende Wirkung auf den Cholesterinhaushalt zugesprochen. Neben Leberleiden werden auch kardiovaskuläre Erkrankungen mit der Shiitake-Einnahme unterstützt.

Heilpilze früher und heute

Ursprünglich stammten medizinisch verwendete Pilze aus Wildsammlungen und wurden von fachkundigen Personen jedem Menschen in individuellen Kombinationen und Dosierungen zusammengestellt. Heute werden die meisten Heilpilze ohne Individualisierung in Kapselform als Nahrungsergänzungsmittel verkauft. Die Präparate stammen fast alle aus großen Pilzfarmen, wo sie aus Substrat gezogen werden. Die meisten und größten Farmen befinden sich in China, wo der Anbau von Heilpilzen eine sehr alte Tradition hat. Die moderne Verwendung der Heilpilze muss nicht unbedingt schlechter sein, die Qualität und damit die potenzielle Heilwirkung der Pilze variiert je nach Herkunft jedoch stark.

Wo kann ich hochqualitative Pilzpräparate kaufen?

Der Online-Markt ist überschwemmt von allerlei Produkten. Das geht so weit, dass die Verbraucherzentrale sogar vor dem Kauf von Heilpilzen im Internet warnt. Denn manche Präparate sind nicht nur von minderer Qualität was die Wirkstoffe der Pilze angeht, sondern zudem mit Schwermetallen und Schimmel belastet. Solche Produkte sind dann nicht nur unwirksam, sondern sogar gesundheitsschädlich.

Bei der Auswahl ist es wichtig, laborgeprüfte Präparate zu kaufen, die im besten Fall aus biologischem Anbau stammen. Auch gibt es einen großen Unterschied zwischen dem Nährstoffgehalt des Pilzkörpers und des unterirdisch wachsenden Geflechts; letzteres enthält deutlich weniger Vitalstoffe. Pulver und Extrakte sollten daher in einem möglichst reinen und schonenden Verfahren aus dem eigentlichen Fruchtkörper gewonnen sein.

Eine gute Bezugsquelle, die ich aus eigener Erfahrung empfehlen möchte, ist das in Berlin ansässige Unternehmen Sunday Natural. Es vertreibt Nahrungsergänzungsmittel von besonderer Reinheit und guter Bioverfügbarkeit, dies bedeutet, dass sie von den meisten Menschen gut aufgenommen werden können. Die Heilpilze – oder Vitalpilze, wie Sunday Natural sie selbst nennt – stammen aus der renommiertesten Region für Heilpilze in China, der Provinz Fujian, wo die Pilze in einer Partner-Farm nach Bio-Standards angebaut werden. Durch die schonende Verarbeitung behalten die Pilze Rohkostqualität, sodass empfindliche Enzyme und Vitalstoffe erhalten bleiben.

In Zusammenarbeit mit Sunday Natural erhältst du vom 08. Juni bis zum 13.Juni 2021 einen Rabatt von 10 % auf deinen Einkauf (alle Produkte!). Der Code ist „ROLLINGTIGERJUNI10“

Pilze und Ayurveda – so passen sie zusammen!

Die heilsame Wirkung der Pilze ist ähnlich wie die der Kräuter eine Naturkraft. Sie können den menschlichen Organismus in gewissen Lebensphasen positiv unterstützen und heilsam wirken. Sind Heilpilze somit nicht auch mit dem Ayurveda vereinbar? Aus meiner Sicht schon, wenn sie richtig angewendet werden.

Sie werden in der Regel als Pulver vermahlen oder als Extrakt in Kleinstmengen eingenommen und sind nicht mit einer Pilzpfanne zu vergleichen, die noch nach Stunden schwer im Magen liegt. Die Bioverfügbarkeit der Präparate ist im besten Fall so optimiert, dass das Verdauungsfeuer nicht sonderlich belastet wird.

Liebe Grüße,

Deine Laura

Laura Wecke

Laura ist Hatha Yogalehrerin, Pilates Trainerin und bietet Ayurveda Massagen an. Seit dem Frühling 2021 ist sie Assistentin von Julia und betreut auch das rolling tiger.studio.

Bilder: unsplash.com, sunday natural und gina vadana

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s