Chutney up your life!

Feigen-Cranberry-Chutney mit Rosmarin! Das perfekte Winterchutney.

So ein Chutney ist die Krone auf jedem hausgemachten Menü in Südasien. Mit diesem Chutney-Rezept kannst Du Deinem Lunch in wenigen Schritten auch die Krone aufsetzen.

Von den Portugiesen in Südindien übernommen, ist das Chutney nach Europa und somit nach England gewandert. Dort entstand mit dem zwanzigsten Jahrhundert eine riesige Chutney-Industrie. Die meisten Chutneys, die wir hier kaufen können, orientieren sich an dem „englischen Modell“ und enthalten oft viel Essig und Zucker.

Feigen-Chutney Feigen-Cranberry-Chutney Ayurveda-Chutney Winter-Chutney Maronen copyright by julia wunderlich 1

Chutney mit Haselnuss-Pastinaken-Püree und karamelisierten Maronen.

Frische Chutneys bestehen hauptsächlich aus gekochtem, saisonalem Obst oder Gemüse. Dazu ein paar Gewürze. Etwas Chillie. Fertig.

Im Frühling ein frisches Koriander-Chutney, im Sommer Kokos- oder Mango-Chutney zum Kühlen, im Herbst Pflaumen– oder Birnen-Chutney zum Erden und im Winter intensive Feigen-, Preiselbeer- oder Dattelchutneys.

Das Zauber-Topping hat mehrere Funktionen. Bei Hitze regt es unseren Appetit und die Verdauung an und bei Kälte wärmt es uns.

Und: in einem Chutney sollten alle sechs Geschmacksrichtungen vorhanden sein. So kann ein Chutney fehlende Geschmäcker ganz galant ausgleichen und Dein Menü balancieren und beleben.

Die sechs Geschmacksrichtungen sind ganz einfach in so ein Chutney zu bekommen: Süße kommt durch die Frucht oder etwas Ahornsirup, salzig durch das Salz, sauer zum Beispiel durch Cranberries oder Zitronensaft, scharf durch etwas Chillie, bitter und herb durch frische Kräuter, wie Koriander, Rosmarin oder Petersilie.

In Südasien werden die Rezepte meist innerhalb der Familien weiter gereicht. Das Chutney ist also auch Spiegel eigener Tradition.

Hier findest Du ein traditionelles Chutney-Rezept, welches Du beliebig kombinieren kannst. Das Feigen-Cranberry-Chutey passt zum Beispiel wunderbar zu Rotkohl, zum proteinreichen Lupinien-Steak oder zum selbstgestampften Pastinakenpürre mit Spitzkohl.

Du kannst dieses Chutney auch mit Feigen, Mangos oder Äpfeln zubereiten.

Für das Chutney brauchst Du

für 2 Gläser
Feigen-Chtney Feigen-Cranberry-Chutney Ayurveda-Chutney Winter-Chutney copyright by julia wunderlich

Feigen-Cranberry-Chutney.

250 g Rapunzel Berg-Feigen

2 EL Cranberries

1 Stück Ingwer

½ – 1 Chillie

1 Charlotte

1 EL Ghee oder Kokosöl

1 TL Senfsaat

½ TL Kurkuma

1 EL Koriandersaat, gemahlen

½ TL Zimt

Salz

Zitronensaft

Ahornsirup

frischer Rosmarin oder Koriandergrün

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Feigen ca eine Stunde einweichen. Danach abgießen. Feigenwasser aufbewaren! Feigen leicht ausdrücken, Stiele entfernen und in Stücke schneiden. Ingwer und Charlotte schälen und würfeln. Chillie in Streifen schneiden.

Ghee in einem Topf zum Schmelzen bringen. Senfsaat dazu geben, erhitzen, bis sie im Fett springt. Ingwer, Chillie und Charlotte dazu geben und dünsten.

Feige in den Topf geben. Kurkuma, Zimt und Koriandersaat dazu tun. Etwas Feigenwasser dazu geben.

Zehn Minuten leicht köcheln lassen.

Mit Salz, Zitronensaft und Agavendicksaft abschmecken.

Abkühlen lassen. Mit Rosmarin bestreuen.

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