9 Tips bei Zucker-Cravings

Wie du deinen Süßhunger überlisten kannst.

Kennst du dieses Gefühl, dass du nach den Feiertagen ziemlich satt bist, von Süßem allgemein und es trotzdem nicht so ganz schaffst, das Naschen zu lassen, weil der Körper sich an das Süß-Level gewöhnt hat und es jetzt – einem Süchtigen gleich – einfordert?

Dann sind diese Tips für dich, denn sie helfen dir auf einfache Weise, das Anfang-Januar-Craving zu überlisten und gleichzeitig auch, den Körper etwas zu entgiften.

9 Tips, um Cravings zu überwinden

Diese Tips von mir selbst erprobt und wirklich einfach in den Alltag zu integrieren.

→ Regelmäßige Mahlzeiten. Sie sind elementar, um Cravings zu vermeiden. Cravings entstehen meist dadurch, dass unser Blutzuckerspiegel durch ausgelassene Mahlzeiten und emotionalen Stress aus der Bahn gerät. Zucker bringt schnelle, wenn auch trügerische Balance. Vor allem ein erdendes Frühstück und ein ausgewogenes Mittagessen können hier Abhilfe schaffen.

→ Süße und erdende Getreide und Gemüse. Reis, Kürbis, Karotte, Rote Beete, Pastinake, Petersilienwurzel, Sellerie und Kartoffeln haben einen süßen Geschmack. Süßes Gemüse signalisiert unserem Körper und unserer Seele Geborgenheit und mindert Heißhungerattacken auf Zucker. Im Frühling können wir diese auch mit leicht bitteren Gemüsen, wie Spinat, Spargel und einer schönen Schärfe kombinieren.

→  Stimulierende Gewürze. Zimt ist ideal, um unseren Hunger auf Süßes zu regulieren. Er eignet sich für Porridge, Currygerichte und auch als Tee. Weitere Gewürze, die unseren Blutzucker ausgleichen, sind Bockshornkleesaat, Kurkuma und Pfeffer. Sie eignen sich zu dieser Jahreszeit in Gemüse- und Linsengerichten.

Minimierter Saftkonsum. In Säften ist viel Fructose enthalten. Diese wirkt sich mit starken Schwankungen auf unser Stoffwechsel-System aus und kann Cravings mit verursachen.

→  Viel Trinken. Zum Beispiel Ingwer- oder Tulsi-Tee. Tulsi ist das heilige, indische Basilikum. Tulsi werden viele Heilkräfte nachgesagt. Er wirkt klärend auf die Lungen und besäftigt uns bei Unruhe und Nervosität. Regelmäßiger Gebrauch von Tulsi-Tee hat einen positiven Effekt auf Cravings.

→ Wenn, dann … Ahornsirup oder Honig zum Süßen nutzen. (Biosüßigkeiten und Bioschokolade enthalten oft nicht weniger Zucker, als konventionelle Süßigkeiten, dennoch wirkt der Rohrohrzucker langsamer. So ergibt sich eine schnellere Befriedigung im Gehirn und macht, dass wir nach ein paar Stückchen die Schokolade wieder zur Seite legen können, statt sie buchstäblich einzuatmen.)

→ Gesunde Fette. Gesunde Fette machen nicht dick! Sie wirken dafür harmonisierend auf Körper und Geist, stärken die emotionale Widerstandskraft und schützen auch vor Cravings!

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Proteine und Kohlenhydrate zum Mittag mindern Zucker-Cravings.

→ Proteine. Proteine, welche zum Beispiel in Hülsenfrüchten enthalten sind, stabilisieren unseren Zuckerhaushalt, machen lange satt und wirken sich balancierend auf unsere Emotionen aus. Mehr über die Rolle von Proteinen bei Cravings, kannst du in meinem anderen Artikel erfahren.

→ YogaYogaYoga! Regelmäßiges Üben wirkt sich stabilisierend auf unseren Stoffwechsel, das hormonelle System, auf unsere Emotionen und auf unsere Achtsamkeit aus. Yoga bewirkt, dass wir einen ziemlich klaren Blick für unsere inneren Prozesse und Bedürfnisse bekommen. Ein „Sweet-High“ hingegen macht eher unklar und gefühlt verklebt.

Das hört sich nach viel an? Nimm dir einfach ein bis zwei Tips für die kommenden Wochen vor. Und du wirst sehen: je öfter du einige dieser Tips in deinem Leben verankerst, um so feiner werden die Geschmacksnerven und auch das Empfinden, für das, was dir richtig gut tut.

Was uns das Craving eigentlich sagen will

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Was willst du wirklich?

Bei Zucker-Cravings ist vor allem eines ganz wichtig: zu verstehen, woher sie kommen. Im Prinzip sagt uns der Körper oder unsere Seele mit Cravings, dass es ihm gerade garnicht gut geht. Wenn du weißt, dass du zu Cravings neigst, sei es durch Stress, bestimmte Familienkonstellationen, heftige Symptome von PMS oder als Nachhall einer Essstörung, dann empfehle ich dir, präventiv zu handeln und einige der oben genannten Tips dauerhaft in dein Leben zu integrieren.

Wenn mich der Süßhunger packt, snacke ich gerne aus meiner Dose mit Mandeln, Datteln oder getrockneten Mangos. Und um Heißhunger zu klären, lege ich gerne mal einen Kitchari-Tag ein. Zum Süßen allgemein benutze ich meist getrocknete Feigen, Ahornsirup und Honig, zum Kochen hin und wieder Jaggery.

Happy Non-Craving!

Deine Julia

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