Dein Dosa-Balance-Frühstück

Dein Frühstück als individueller Energie-Booster.

Du fragst Dich, welches Frühstück für Dich am besten geeignet ist, um kraftvoll in den Tag zu starten? Du hast keine Ahnung von Deinem Konstitutionstyp? Das macht nichts, hier ist ein Einstieg für Dich!

Ayurveda-Shortcut

Im Ayurveda System besteht alles aus den fünf Elementen. Die fünf Elemente formen alles Sein, somit auch uns. Sie bestimmen uns und unseren Metabolismus zu jeder Tages- und Nachtzeit. Diese fünf Elemente sind auch in allen Nahrungsmitteln – in verschiedener Kombination – enthalten. Dies gibt uns ein perfektes Mittel an die Hand: wir können über die Nahrung Einfluss auf die Elemente in uns und auf ihre Balance in uns nehmen.

Das heißt, wir können durch die Beschaffenheit der Nahrung unseren Körper in Balance halten – oder bringen und ihm das geben, was er wirklich braucht.

Der Wind

Wenn Du eher ein Vata-Typ bist, ist das Wind- und Raumelement vorherrschend in Dir. Wind ist leicht, rauh und trocknend. Vata´s haben von allen Typen am ehesten mit Kälte, Stressthemen und Verdauungsproblemen zu tun. Wenn Du als Vata-Typ hauptsächlich leichte, trockene Nahrung (dem Windelement gleich) zu Dir nimmst, dann erhöht sich der Wind in Dir. Ein Körper mit viel Wind, der sich vorwiegend von Erde/ Wasser ernährt (schwere, feuchte, flüssige, süße Lebensmittel), kann seine Wind-Dominanz ausgleichen. So kann er Symptome, die mit viel Wind zu tun haben, ausbalancieren.

→ Warm und weich

Porridge ist das perfekte Frühstück für Vata-Typen. Warum? Porridge ist warm, weich, flüssig und seine Zutaten sind meist süß und erdend. Aus Hafer-, Dinkel-, Weizen- und Reisflocken, mit Mandel-, Hafer- oder Kuhmilch. Mit Extra-Ghee, Datteln und Mandeln. So ein Porridge ist Minus Wind und Plus Erde, also genau, was Du brauchst.

Das Feuer

Als Pitta-Typ bist Du eher vom Feuer- und Wasserelement bestimmt. Du bist muskulös, hast großen Appetit und bist sehr leistungsorientiert. Du brauchst was zum Beißen und magst es gerne scharf, obwohl übermäßige Schärfe der einzige Geschmack ist, der Dich aus der Balance bringen kann. Ein Porridge kann für Dich Qual sein. Das heißt aber nicht, dass Brot für dich das perfekte Frühstück wäre.

→ Lass es krunchen!

In Form von zuckerarmen Crunch-Müslis, oder Granola mit viel Nüssen und Sonnenblumenkernen. Dazu warme Milch und Kardamom. Wenn Du pflanzliche Milch benutzt, dann möglichst keine Sojamilch. Soja heizt Pitta an und sorgt für Stress im Darm und auf der Haut. Da Pitta-Typen zu Hautproblemen neigen, lieber auf Mandel-, Kokos- oder Hafermilch umsteigen. Ein Omlett aus Kichererbsen ist auch okay!

Erde mit Wasser

Du verdaust sehr langsam und nimmst leicht zu? Du kannst ohne Probleme eine Mahlzeit auslassen, ohne dass Du rasend oder nervös wirst? Kapha-Typen brauchen weniger Nahrung, denn sie sind gemütlicher und bewegungsärmer unterwegs, als Pittas oder Vatas. Schweres Essen macht Kapha-Typen träge. Das heißt aber nicht, dass sie immer auf Diät sein sollen!

→ Nimm’s leicht!

Auch hier ist die Wahl der Nahrungsmittel wieder entscheidend für Balance und Wohlgefühl. Für Dich sind leichte, trocknende Getreide ideal, wie zum Beispiel Hirse, Buchweizen, Amaranth und Mais. Oder Flocken aus Basmatireis.

Mach dein Porridge lieber ‚british‘, mit Wasser – oder mit etwas Reismilch. Bananen und Datteln solltest Du in Deinem Frühstück meiden. Honig und geriebener Ingwer auf dem Porridge sind dafür perfekt für Dich! Oder Du machst dir ein Kompott mit wärmenden Gewürzen.

Für Alle

Grundsätzlich ist ein warmes Frühstück ideal. Unser Verdauungsfeuer ist morgens noch schwach, braucht aber dennoch Futter, um gut aufzuflackern und in den Tag zu starten.

Schwere, kalte Speisen, wie Jogurt und Quark besser nicht zum Frühstück essen. Vor allem nicht in Kombination mit Früchten. Wenn Du aus beruflichen Gründen Abends sehr spät und auch schwer ißt: lass Dein Frühstück kleiner ausfallen oder ersetze es durch eine Gewürzmilch!

Alle Tips beziehen sich auf die drei Haupt-Konstitutionstypen Vata, Pitta und Kapha. Es gibt aber auch viele Mischtypen. Wichtig ist, zu beobachten und zu lernen, was Dir selbst gut tut.

Und: es kann auch sein, dass Du durch eine Dosa-Imbalance ganz andere Themen oder Probleme hast. Dann sollte Deine Ernährung auf die akute Situation abgestimmt sein, am besten mit Hilfe einer Ernährungsberatung.

Mehr Rezepte!

Mehr zum ‚Warum warmes Frühstück?‘ gibt es hier.

Was ist Dosa-Balance?

Mehr zu Ayurveda-Basics findest Du hier.

 





Makro-Kosmos-Nahrung

Vom Makro-Kosmos, Kartoffel-Selbsternte, der Berlin-Food-Week und warum das alles auch Ayurveda-All-Round-Nourishment ist.

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Kartoffel in Herbst-Erde.

Ich stehe auf einem Kartoffelacker bei Berlin. Vor mir ist ruppige Weite, über mir endlos blaublauer Himmel. Der Wind duftet süß nach fallendem Laub. Meine Schuhe stecken im Staub eines aufgewühlten Kartoffelfeldes. Die Erde spricht die Sprache des Herbstes. Sie ist fein und rauh, darunter voll der Kraft. In ihr liegen vereinzelt kleine, runde und große, dicke Kartoffeln, die vom Kipplader wieder herunter gefallen sind. Ich bücke mich und sammel´ Kartoffeln in meinen Beutel. Wie sie wohl schmecken werden? Streife die Erde ab, mit meinen Händen. In diesem Moment, in diesem Herbst bin ich diese Erde: fein, rauh, darunter voll der Kraft.

Vom Acker ins Beton
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Berlin-Food-Week.

Eine Stunde später stehe ich im Kraftwerk. Berlin-Food-Week. Kalte Betonfeiler, von oben nacktes, blaues Licht. Stimmenrausch, Treiben und Geruchextreme. Erstmal Probiermeile. Cremigstes Rhabarber-Confit von marmelo, Apfelstrudel- schnaps, Fingersalz mit fruchtiger Zitrone und richtig guter Kombucha von der Berlin Kombucha Society. Im Vorbeigehen auch mal die Paleo-Palette durchprobiert – den Hype verstehen. Dann die Restaurant-Street. Sich entscheiden. Nach Auge, nach Gefühl: Neon-Püree von Chicha mit crazy Topping. Berlin Cuisine verspricht Berliner Küche und ist so garnicht Berlin, denn hinter spritzigem Johannisbeeren-Schaum türmen sich allein fetteste Steaks. Ich bleibe stehen bei gnamo, das heisst, ich drängel mich durch die staunende Traube. Gnamo, laut Restaurant-Street-Guide für Nicht-Traveller, Gerne-Urlauber mit Wald- oder Bergfeeling. Whatever.

Food-Art ins Herz

Was gnamo bietet, ist wahre Kunst! Vegane-Dehydration-Akrobatik. Nach einer halben Stunde Warten bin ich an der Reihe. Die letzte Komposition vor dem Total-Ausverkauf. Chris, der schon bei The Bowl Raw-Food-Meister war, reicht mir meine Platte. Ich setze mich an einen der langen Tische im Saal und bin ganz bei mir, bei diesem Essen. Mit Augen, meiner Nase, dem Gaumen. Bissen um Bissen lasse ich Spirulina-Cacao-Butter in mich schmelzen. Über mir flackert weiter kühles Blau, an meinen Händen die Reste brandenburgischer Erde, vermengt mit Cashew-Käse.

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Gnamo-Art.

Eigendlich stehe ich nicht so auf De-Hydration-Food. Ich liebe es, wenn knackiges Gemüse im Gewürzansatz seinen Saft verliert und mit der Gewürzmelange etwas ganz Neues, Kräftiges entsteht. Aber jetzt auf der Food-Art-Meile ist dies mein Glückstreffer. Ich bin verliebt.

Und Ayurveda? Ayurveda meint auch immer All-Round-Nourishment: verbunden sein im Draussen mit dem Rhythmus der Jahreszeiten. Die Luft, die Erde und Du. Makro-Kosmos-Nahrung – über die Nahrung hinaus genährt sein. Makro-Kosmos-Nahrung ist auch die Stille. Die Stille, welche entsteht durch die Vereinigung aller Sinne im Jetzt. Die Stille beim Genuss. Also ich ganz bei gnamo. Komplett eintauchen, dann weiterhuschen, zum Kürbiskern-Workshop…neues lernen.