Veganes Mangold Curry für den September

Willkommen zurück in der Rolling Tiger Küche.

Lange ist es her, dass ich mich hier „rezeptmässig“ gezeigt habe. Ich habe den Einfluss unserer Mini-WG-Küche auf meine Kreativität vollkommen unterschätzt. Seit meinem Umzug koche ich nun wieder mit neuer und gleichzeitig ganz anderer Leidenschaft. So bereite ich in mir und um mich herum einen wohtuenden, nährenden, frischen Boden.

Hier ein ganz einfaches Spätsommer-Gericht, um die Hitze in unseren Körpern und Köpfen zu balancieren. Laut Ayurveda ist unsere innere Hitze zum Ende des Sommers hin besonders erhöht. Wir neigen zu entzündlichen Hautproblemen, Hitze im Verdauungstrakt und dem Gefühl von mangelnder Anbindung. Grünes Gemüse in Kombination mit viel Flüssigkeit ist jetzt besonders wohltuend.

Veganes Spätsommer Curry mit Mangold und Kichererbsen

Du brauchst

für 2 Portionen

1


Du brauchst

  • Curryblätter oder Limonenblätter
  • 1 EL Kokosfett
  • 1 Stück Ingwer
  • 1 Scharlotte
  • 1 Knoblauch-zehe
  • 1/2 TL Senfsaat, braun
  • 1/2 TL Kreuzkümmel, ganz
  • 1-1,5 TL „Duft des Orients“ Gewürzmischung von soulspice (oder ein Ras el Hanout)
  • 220g Kichererbsen aus dem Glas/ Abtropfgewicht
  • 1 Mangold oder reichlich Spinat
  • 1-2 Prisen Kokosblütenzucker
  • 250 ml Kokosmilch
  • Salz, Pfeffer und Zitronnesaft zum Abschmecken

2


Vorbereiten

Mangold (Spinat/ Zucchini) klein schneiden. Im Sieb gut waschen und abtropfen lassen.

Ingwer, Scharlotte und Knoblauch schälen und fein hacken.

Kichererbsen gut im Sieb waschen und abtropfen lassen. Eventuelle Schalen entfernen, das erhöht die Verdaulichkeit.

3


Kochen

Fett in einem Wok oder in einer beschichteten Pfanne erhitzen, Senfsaat im Fett springen lassen, dann Kreuzkümmel dazu geben und im Fett gold anbraten.

Ingwer, Knoblauch und Scharlotte dazu tun und gemeinsam andünsten.

Gemüse in den Wok geben und – je nach Gardauer (Mangold ca 12 Minuten, Spinat ca 4 Minuten) mitdünsten, anschließend Kichererbsen dazu tun und mit anschwitzen.

Nach 5 Minuten Kokosmilch, Kokosblütenzucker und „Duft des Orients“ darüber geben und abgedeckt köcheln lassen.

4


Abschmecken

Wok von der Flamme nehmen. Mit Salz, Pfeffer und etas Zitronensaft abschmecken.

Korinadergrün darüber streuen.

Mit Reis, Hirse oder Quinoa genießen.

Nächster Ayurveda Kochkurs am 19. September 2020

Am kommenden Ayurveda-Detox Kochkurs teilnehmen

Das könnte dich auch interessieren

















Dein Dosa-Balance-Frühstück

Dein Frühstück als individueller Energie-Booster.

Du fragst Dich, welches Frühstück für Dich am besten geeignet ist, um kraftvoll in den Tag zu starten? Du hast keine Ahnung von Deinem Konstitutionstyp? Das macht nichts, hier ist ein Einstieg für Dich!

Ayurveda-Shortcut

Im Ayurveda System besteht alles aus den fünf Elementen. Die fünf Elemente formen alles Sein, somit auch uns. Sie bestimmen uns und unseren Metabolismus zu jeder Tages- und Nachtzeit. Diese fünf Elemente sind auch in allen Nahrungsmitteln – in verschiedener Kombination – enthalten. Dies gibt uns ein perfektes Mittel an die Hand: wir können über die Nahrung Einfluss auf die Elemente in uns und auf ihre Balance in uns nehmen.

Das heißt, wir können durch die Beschaffenheit der Nahrung unseren Körper in Balance halten – oder bringen und ihm das geben, was er wirklich braucht.

Der Wind

Wenn Du eher ein Vata-Typ bist, ist das Wind- und Raumelement vorherrschend in Dir. Wind ist leicht, rauh und trocknend. Vata´s haben von allen Typen am ehesten mit Kälte, Stressthemen und Verdauungsproblemen zu tun. Wenn Du als Vata-Typ hauptsächlich leichte, trockene Nahrung (dem Windelement gleich) zu Dir nimmst, dann erhöht sich der Wind in Dir. Ein Körper mit viel Wind, der sich vorwiegend von Erde/ Wasser ernährt (schwere, feuchte, flüssige, süße Lebensmittel), kann seine Wind-Dominanz ausgleichen. So kann er Symptome, die mit viel Wind zu tun haben, ausbalancieren.

→ Warm und weich

Porridge ist das perfekte Frühstück für Vata-Typen. Warum? Porridge ist warm, weich, flüssig und seine Zutaten sind meist süß und erdend. Aus Hafer-, Dinkel-, Weizen- und Reisflocken, mit Mandel-, Hafer- oder Kuhmilch. Mit Extra-Ghee, Datteln und Mandeln. So ein Porridge ist Minus Wind und Plus Erde, also genau, was Du brauchst.

Das Feuer

Als Pitta-Typ bist Du eher vom Feuer- und Wasserelement bestimmt. Du bist muskulös, hast großen Appetit und bist sehr leistungsorientiert. Du brauchst was zum Beißen und magst es gerne scharf, obwohl übermäßige Schärfe der einzige Geschmack ist, der Dich aus der Balance bringen kann. Ein Porridge kann für Dich Qual sein. Das heißt aber nicht, dass Brot für dich das perfekte Frühstück wäre.

→ Lass es krunchen!

In Form von zuckerarmen Crunch-Müslis, oder Granola mit viel Nüssen und Sonnenblumenkernen. Dazu warme Milch und Kardamom. Wenn Du pflanzliche Milch benutzt, dann möglichst keine Sojamilch. Soja heizt Pitta an und sorgt für Stress im Darm und auf der Haut. Da Pitta-Typen zu Hautproblemen neigen, lieber auf Mandel-, Kokos- oder Hafermilch umsteigen. Ein Omlett aus Kichererbsen ist auch okay!

Erde mit Wasser

Du verdaust sehr langsam und nimmst leicht zu? Du kannst ohne Probleme eine Mahlzeit auslassen, ohne dass Du rasend oder nervös wirst? Kapha-Typen brauchen weniger Nahrung, denn sie sind gemütlicher und bewegungsärmer unterwegs, als Pittas oder Vatas. Schweres Essen macht Kapha-Typen träge. Das heißt aber nicht, dass sie immer auf Diät sein sollen!

→ Nimm’s leicht!

Auch hier ist die Wahl der Nahrungsmittel wieder entscheidend für Balance und Wohlgefühl. Für Dich sind leichte, trocknende Getreide ideal, wie zum Beispiel Hirse, Buchweizen, Amaranth und Mais. Oder Flocken aus Basmatireis.

Mach dein Porridge lieber ‚british‘, mit Wasser – oder mit etwas Reismilch. Bananen und Datteln solltest Du in Deinem Frühstück meiden. Honig und geriebener Ingwer auf dem Porridge sind dafür perfekt für Dich! Oder Du machst dir ein Kompott mit wärmenden Gewürzen.

Für Alle

Grundsätzlich ist ein warmes Frühstück ideal. Unser Verdauungsfeuer ist morgens noch schwach, braucht aber dennoch Futter, um gut aufzuflackern und in den Tag zu starten.

Schwere, kalte Speisen, wie Jogurt und Quark besser nicht zum Frühstück essen. Vor allem nicht in Kombination mit Früchten. Wenn Du aus beruflichen Gründen Abends sehr spät und auch schwer ißt: lass Dein Frühstück kleiner ausfallen oder ersetze es durch eine Gewürzmilch!

Alle Tips beziehen sich auf die drei Haupt-Konstitutionstypen Vata, Pitta und Kapha. Es gibt aber auch viele Mischtypen. Wichtig ist, zu beobachten und zu lernen, was Dir selbst gut tut.

Und: es kann auch sein, dass Du durch eine Dosa-Imbalance ganz andere Themen oder Probleme hast. Dann sollte Deine Ernährung auf die akute Situation abgestimmt sein, am besten mit Hilfe einer Ernährungsberatung.

Mehr Rezepte!

Mehr zum ‚Warum warmes Frühstück?‘ gibt es hier.

Was ist Dosa-Balance?

Mehr zu Ayurveda-Basics findest Du hier.