Sommer-Salat in der Ayurveda

Du liebst die Frische von Salat im an warmen Sommertagen, doch danach leidest du unter Völlegefühl, vielleicht auch Blähungen und Verstopfungen oder Schlaflosigkeit?

So geht es wirklich vielen. Der Grund kann ein, aus verschiedenen Gründen bedingtes, schwaches Verdauungsfeuer sein. Warum?

Punkt Eins: unsere Konstitution bestimmt unser Verdauungsfeuer

Menschen mit starkem Verdauungsfeuer oder sportlich besonders aktive Menschen können Rohkost besser verdauen. Das sind oft Menschen mit ausgeprägter Pitta Konstitution. Das heißt, sie tragen viel Feuer-Element in sich. Sie brauchen im Sommer das frische Grün, um sich zu kühlen und Hitzesymptome zu lindern.

Vatas neigen im Sommer dazu, zu „überdrehen“, weil die Wärme sie rundherum ausfüllt und glücklich macht. Sie schwimmen im Sommerglück, wie ein Fisch im Wasser. Kapha-Typen hingegen sind im Sommer eher träge, die Hitze macht sie müde und schlapp.

Für beide Typen ist im Sommer ein eher launisches oder träges Verdauungsfeuer besonders charakteristisch. Sie sollten Rohkost möglichst meiden. Dies ist auch bei Personen der Fall, die aktuell viel Stress in ihrem Leben haben. Stress minimiert unsere Atem- und Verdauunsgkraft augenblicklich.

Punkt Zwei: die schwere Verdaulichkeit von Rohkost

Die Transformation von Salat in Körperenergie ist für unseren Darm äußerst mühsam.

Salat ist – im System Ayurveda – in seinen Eigenschaften kalt, leicht und trocken. Diese Eigenschaften führen zu Wind im Körper. Zu viel Wind trocknet aus und nimmt dem  Verdauungsfeuer Feuer und Kraft zum Arbeiten.

Bei schwacher Verdauung ist ein Salat richtiges „Gift“ für den Körper. Die Mineralien und Vitamine, die wir zu uns nehmen, können nicht verstoffwechselt werden. Das frische Grün liegt dann zu lange in unserem Verdauungstrakt und bildet schließlich Gase und Schleim.

Punkt Drei: unsere schwache Verdauungskraft im Sommer

Das besondere an der Ayurveda ist die Verinnerlichung der zyklischen Veränderungen in der Natur, sowie in uns selbst. Mit der saisonal ausgerichteten Küche, gelingt es uns imemr wieder, Balance von Körper und Geist zu bewahren.

Wir kennen sie alle: die Appetitlosigkeit im Sommer. Vor allem, wenn es heiß ist, schwindet undere Verdauungskraft und auch unser Appetit. Ein Salat wirkt ersteinmal erfirschend und leicht. Doch oft sind Verstopfungen, Blähungen, Übersäuerung und Anzeichen von Erschöpfung und Müdigkeit die Folge. Bei diesen Symptomen solltest du für eine Weile auf Rohkost verzichten.

-> Wie kann ich dann meinen Salat genießen?

Wenn du auf deinen Salat nicht verzichtet möchtest, dann hält die Ayurveda-Küche ein paar wertvolle Tips bereit, wie du deinen Salat „optimieren“ kannst. Alle Ideen helfen der Salat-Verdauung auf die Sprünge und somit auch dir im Bezug auf Vitalität und Wohlbefinden.

 

Gewußt wie: 5 Inspirationen für deinen Ayurveda-Salat

Mit diesen 5 Tips kannst du auch im Sommer deinen Salat in vollen Zügen genießen!

  • Wenn Salat, dann reduziere deinen Salat auf die Hälfte – und „fülle ihn auf“ mit Reis, Hirse, Quinoa oder Hülsenfrüchten. Lecker ist auch gedünstetes Gemüse oder Gemüse aus dem Ofen. Zum Beispiel Fenchel, Süßkartoffeln oder Rote Beete.
  • Ergänze deinen Salat mit etwas Ruccola oder Endivie. Sie wirken sich mit der Schärfe positiver auf die Verdauung aus, als andere Salatsorten.
  • Iss deinen Salat möglichst mittags, nicht abends. Am Mittag ist das Verdauungsfeuer kräftiger, egal, welche Konstitution du hast. Salat am Abend führt zu Blähungen und Völlegefühl und einem weniger erholsamen Schlaf.
  • Die Sauce: Salat braucht Öl, um die Leichtigkeit und Trockenheit auszubalancieren. Ingwer und viel schwarzer Pfeffer im Dressing regen die Verdauung an. Statt Essig wähle lieber Zitrone. Essig zieht die Kanäle im Körper zusammen, während Zitrone einen anregenden, reinigenden, lösenden Effekt auf uns hat.
  • Versuche, rohe Zwiebeln und Kohl im Salat zu meiden. Sie führen zu Blähungen und Völlegefühl. Gurke, Radieschen und Karotte ist meistens okay. Ergänze gerne mit frischen Kräutern. Petersilie, Schnittlauch oder Kresse helfen einem trägen Verdauungsfeuer auf die Sprünge.

Fenchel-Quinoa Gericht in warm oder kalt, mit Pfirsich und Spinat

Pseudo-Getreide eignen sich besonders, um deinen Rohkost-Salat „aufzufüllen“, wie hier zum Beispiel Quinoa. Hier mit Fenchel, Pfirsich und Spinat in geschmacksintensiver Vollkommenheit.

Du brauchst

für 2 Portionen

sommer quinoa sommer-salat quinoa-salat ayurveda-salat

Quinoa-Fenchel-Salat mit Pfirsich und Spinat.

225 g Quinoa, bunt oder einfarbig

1 EL Kokosfett

1 TL Koriandersaat, ganz

1 TL Ras el-Hanout (zum Beispiel von soulspice)

1 Stück Ingwer, daumennagelgroß

1 Rote Zwiebel

1 Fenchelknolle

1 Nektarine/ Pfirsich

2 Hände Spinat

etwas Zitronensaft

Salz & Pfeffer & Muskat

frischer Thymian

bei Bedarf: geröstete Mandeln und etwas Ahornsirup zum Abschmecken

Die Vorbereitung

Quinoa gut auswaschen und abtropfen lassen.

Ingwer, Rote Zwiebel schälen und hacken. Koriander mörsern.

Fenchel waschen und würfeln. Fenchelgrün aufheben. Pfirsich entkernen und in Schiffchen schneiden. Spinat waschen und abtropfen lassen.

Das Kochen

Fett in einem großen Topf erhitzen, Koriandersaat, Ingwer und Zwiebel hineingeben und kurz dünsten. Fenchel hinzu geben, kurz andünsten, dann Quinoa dazu geben. Mit der angegebenen Menge Wasser (siehe Quinoapackung!) ablöschen. Etwas Salz und Ras el-Hanout dazu geben und abdecken.

Nach 5 Minuten Pfirsichstücken und Spinat oben auf den köchelnden Quinoa legen. NICHT RÜHREN. Und bei geschlossenem Deckel weiter köcheln lassen, bis der Quinoa gar, beziehungsweise das Wasser verdampft ist.

Etwas Zitronensaft, Pfeffer und Muskat darüber geben. Thymian darüber streuen und umrühren.

Bei Bedarf Mandeln rösten und dazu geben und mit etwas Ahornsirup abrunden.

Dazu schmecken Belugalinsen, Ruccola oder Feldsalat.

Bon Appetit!

Deine Julia

Das könnte dich auch interessieren