Vollmondin, die Wanderin am Himmel

Vollmondzeit und Ayurveda – wie du ihre satten Energien in dein Leben integrieren kannst

Der Mond, die Mondin, der Wanderer am Himmel…

Seit je her hat der Mond eine besondere Bedeutung auf unser Leben. Wir finden ihn als männliche, viel öfter noch als weibliche Kraft in alten Mythen, Märchen, Höhlenmalereien. Obwohl er uns so nah ist und obwohl wir wissen, welche Macht der Mond über das Wasser (und so auch über das Wasser in uns) hat, ist unser Wissen über ihn und über seine zyklischen Auswirkungen auf unser Leben und unser hormonelles System nahezu verloren gegangen.

Unser linear geprägtes Leben, in dem ständige Leistung und Verfügbarkeit (von Menschen und Produkten) den Alltag formen, ist wenig Platz für die subtilen, transformativen Energien des Mondes.

Doch, so wie der Mond im ständigen Wandel von wachsen und schwinden begriffen ist, so sind es auch wir. Unsere Hormone, unsere körperlichen und geistigen Energien, unsere Kreativität und Phantasien sind durch periodische Schwankungen bestimmt.

Indem wir den Mond mit seinen Prozessen in unser Leben zurückholen, ermöglichen wir uns ein wunderbares Geschenk.

Wir lernen, den Mond zu unserem Komplizen zu machen.

Vollmond bewegt.

Die Ayurveda und die subtile Wirkung des Vollmonds

Das uralte, und heute noch bewährte Heilsystem Ayurveda weiß insbesonders zyklisches Wissen zu integrieren und in seinen Empfehlungen zu Lebensführung und Ernährung zu transportieren.

Besonders ist hier auch, dass wir Ayurveda-Ernährung nicht nur an bestimmte Typen angleichen, sondern auch an die Jahreszeiten, welche durch die Sonnenenergie und die Stellung der Erde zur Sonne bestimmt werden.

29,5 Tage dauert es von Vollmond zu Vollmond. Während dieser Zeit können wir nicht nur den – für unsere Augen – schwindenden Mond, seine Dunkelheit und Wiederkehr beobachten, in dieser Zeit vollzieht sich auch in uns ein magischer Prozess:

Wir wandern von Fülle und Energie (Vollmond) zu einer Zeit von Innenkehr, auch Zweifeln. Darauf folgt Innenschau (Neumond) und unser Wachstum aus der Dunkelheit hinaus, mit neuem Leben und neuer Energie in die Fülle hinein (Vollmond).

In der Ayurveda wird der Vollmond passender weise mit dem Kapha-Dosa gleichgesetzt, mit Stabilität, Feuchtigkeit, Substanz – und Fruchtbarkeit.

Wie du die Vollmondenenergie für dich nutzen kannst

Zu Vollmond sind unsere Energien unglaublich stark. Menschen, die zu Vollmond geboren werden, sollen über eine stärkere Resilienz verfügen – und Frauen, die zu Vollmond bluten, werden in vielen Gruppen als besonders mächtig angesehen.

Die Zeit um den Vollmond wird assoziiert mit Fülle, Sinnlichkeit, Lust und Leidenschaft. Viele Frauen sind genau jetzt fruchtbar. Und gemeint ist hiermit nicht die rein körperliche Fruchtbarkeit, sondern die auch Kreativität, Schaffenskraft und spirituelle Entwicklung.

Vielleicht spürst du an Vollmond, dass du dich sinnlicher und attraktiver fühlst. Vielleicht spürst du deine versöhnliche, liebende, ja „mütterliche“ Seite jetzt ganz besonders. Du bist mehr in deiner Mitte, zufrieden, mit dem Bedürfnis nach Harmonie.

Jetzt ist eine gute Zeit für

  • Sex (es sei denn du blutest)
  • für wohltuende Bäder
  • anregende Ölmassagen (mit Rose, Rosmarin, Granatapfel)
  • Nährende Speisen, wie Gewürzmilch, Pulao, Risotto, Polenta, Couscous- oder Quinoa-Salate, süße, rötliche Gemüsesorten, Gemüsecurries und sinnliche Desserts
  • Mondspaziergänge, die dazu dienen, sich stärker mit den Mondenergien zu verbinden und das kühlende Licht auf unseren Geist wirken zu lassen
  • Rituale zum Thema Verwirklichung, Klarheit, Bewußtheit
  • Tanz und Meditation

Zu Vollmond gehen unsere Energien stark ins Außen. Es lohnt sich dennoch, innezuhalten und dich zu fragen, was du genau für dich erreichen möchtest.

Traue dich, deine Träume laut zu träumen.

Was sind deine Träume? Wie kannst du sie erreichen? Meditiere über deine Visionen und suche in dir nach der Unterstützung, die du brauchst, um deine Träume zu verwirklichen.

“A disease can only take hold in a woman when her shakti is depleted and her rhythms are out of sync with mother moon” (Sri Swamini Mayatitananda)

So, wie unsere Regelblutung uns monatlich reinigt, genauso kann der wandernde Mond auf spiritueller Ebene für Reinigung und – durch Loslassen bedingt – für Transformation sorgen. Beide, den menstruellen Zyklus, als auch die Mondphasen, in den Alltag zu integrieren, sorgt für eine Balance des menstruellen Zyklus und für eine Anbindung an tiefe Liebe und Kraft in dir.

Happy Full Moon!

Deine Julia

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Beitragsbild: unsplash.com